Abends

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Frühling: Blüten – und Haare

Haare; das ist das Thema dieser Woche. Stute macht mich wahnsinnig, so viele Haare wirft sie ab. Wenn sie sich schüttelt, fliegt es nur so, und dabei ist bei uns gerade mal richtig kalt. Schon seit Wochen (das, was man bei uns so kalt nennt, also ganz deutlich über Null …). Eigentlich gibt es also wirklich keinen Grund, das Winterfell abzuwerfen. Und auch die Hunde sind nicht besser – der Staubsauger kann eigentlich ununterbrochen laufen, und wenn ich gerade hinten fertig bin und das Ding wegräumen möchte, fliegen vorne bereits wieder die Wollmäuse …

Aber es wird Frühling, eindeutig. Der Huflattich blüht, knallgelb und widerborstig an den Boden gekauert. Die Mandelbäumchen haben einen rosa Schimmer (oder manchmal auch schon mehr, je nachdem, wo sie stehen). Die Magnolienblüten wagen sich täglich mutig weiter vor. Forsythien … sollte eigentlich auch blühen, aber die scheinen bei uns aus der Mode gekommen zu sein. Und gestern war der Boden endlich so gut getrocknet, dass die Rösser richtig laufen konnten …

Also, der Frühling kommt. Ganz bestimmt.

Nur zur Erinnerung daran, wie schön das wieder wird …

der Ginster-Hund: ein Groß-Spitz im Frühling

Alles Dominanz?

Dominanz ist – sowohl im Hunde- als auch im Pferdeverhalten – in aller Munde. Oft gilt die mangelnde Dominanz des Halter bzw. das „viel zu dominante Verhalten“  seines Problem-Tieres als Ursache für jedes unerwünschte Tun des Vierbeiners.

Ungewünschtes Verhalten in den unterschiedlichsten Situationen beim Hund oder Pferd: Beim Hund fängt das an mit Leinenaggression gegen andere Hunde, geht über Hunde, die sich verstecken und ihren Rückzugsort verteidigen möchten bis hin zu Jagen und Hetzen. Aber auch bei Pferden gilt die „mangelnde Dominanz“ ihres Menschen als Ursache der meisten oder sogar aller Probleme … Weiterlesen

Januar: Wölfe und Parasiten?

Dieser Januar ist seltsam, irgendwie.

Ich will mich nicht beschweren. Das warme Wetter bei uns hält die Heizkosten niedrig, und dass die Vögel im Hof singen, ist irgendwie auch nett. Und der Kleine Hund hat Lerchen gefunden, hinter denen sie herrennen kann. Etwas unsinnig, weil die ja fliegen können, aber sie ist ein Hund. Mit großer Begeisterung rennt sie allem hinterher. Eben auch Vögeln, ganz gleich, ob da irgendwelche Chancen auf Beute bestehen. Sie will rennen. Ein Wolf würde diese Anstrengung nicht sinnlos zehnmal hintereinander betreiben. Weiterlesen

Warum ein Hund mit mir lebt?

Dafür gibt es unglaubliche viele Gründe – aber eigentlich, sachlich gesehen, sprechen mehr dagegen.

  • Mein Hund will auch bei Regen, Schnee und Glatteis raus. Und im Dunkeln. Ich könnte da ganz gut drauf verzichten.
  • Er bringt jede Menge Dreck mit ins Haus.
  • Er haart, und der Staubsauger kommt kaum noch zur Ruhe. Er haart das ganze Jahr pausenlos, und manchmal sieht man die Haare nur so fliegen, wenn er sich schüttelt. Seine weißen Haare hängen auf jedem Schwarzen Stoff, die schwarzen Haare auf allen hellen
  • Er bellt, wenn er nicht soll – also weiß ich ganz genau, wie weit der Postbote noch entfernt ist. Zwei Straßen noch … eine Straße … drei Häuser entfernt, zwei Häuser, beim Nachbarn, und dann das große Kriegsgeschrei, wenn die Post tatsächlich zu uns kommt.
  • Mein Hund will fressen. Er kostet Steuern. Und gelegentlich krank wird er auch noch. Das Geld könnte man auch anders ausgeben.
  • Von all den Parasiten, die er mitbringen kann, von Zecken und Flöhen und Milben und Würmern, mal ganz zu schweigen.

Also, warum lebe ich mit einem Hund zusammen? Warum arbeite ich für diesen vierbeinigen, pelzigen Parasiten, der sich nur gemütlich umdreht, wenn ich hinaus morgens muss?

Weil er sich freut, wenn wir gemeinsam etwas tun. Weil er sich freut, wenn wir hinausziehen. Weil ich mich freue, ihm zuzusehen, wie er mit grenzenloser Freude die Welt erkundet. Und grenzenlose Lebensfreude ist das Geschenk, das Hunde uns bringen können – und vieles andere auch.