Warum ich wirklich keine Lust auf Dressureiten mehr habe

Vielleicht sollte ich besser sagen: ich habe keine Lust mehr, mir das anzusehen, was heutzutage als Dressurreiten gilt

http://epona.tv/blog/2015/august/falsterbo-moments

Ich bin froh, dass unser örtlicher „Turnierstall“ seinen Longierzirkel so gebaut hat, dass der Außenplatz  verdeckt ist. Früher bin ich da gerne mit den Hunden entlang gegangen. Dann wurde der Stall gebaut, und das tägliche Training  der Pferde wurde sichtbar.

Es war die Zeit, als der Schlaufzügel aus der Ecke der Springreiter „rüberschwappte“. Zumindest bei uns im Stall wurde er vorher nicht verwendet. Zumindest galt da noch: Hilfszügel sind Hilfskrücken, und wenn man reiten kann, sollte man ohne auskommen. Heutzutage wird auf Weltmeisterschaften mit Schlaufzügel abgeritten. Von denen, die um den Titel des „Weltbesten Reiters“ konkurrieren. Das ist völlig normal. Und natürlich bleibt es nicht bei den Weltbesten. Auch die anderen. Die Normalos machen es nach. Nach drei Jahren regelmäßigem Dressur-Unterricht auf dem eigenen Pferd ist es völlig normal, wenn sie immer noch mit dem Schlaufzügel zum Unterricht kommen …

Und die Dressurreiter … verstecken sich in Aachen hinter hohen Hecken, damit keine hässlichen Bilder gemacht werden können. Weniger, dass man sich bemüht, während des Reitens keine hässlichen Bilder zu liefern. Aber wichtiger ist für manche doch, so scheint es mir jedenfalls, dass sie nicht bekannt werden dürfen, diese Bilder …

Dressur soll ein Tanz sein. Leicht und elegant, im Vertrauen. Inzwischen sind die weltbesten Dressurreiter nicht einmal mehr in der Lage, eine Ehrenrunde sicher zu reiten? Das sagt die FEI, die Internationale Vereinigung.

Was soll man da noch sagen?