Gutes Futter für den Hund (Teil 2)

Die Deklaration einer Dose Hundefutter oder eines Sacks Trockenfutter für den Hund sagt, was tatsächlich hinter den bunten Bildern auf der Vorderseite  steckt. Man braucht Adleraugen, um die Deklaration zu finden, Adleraugen, um sie lesen zu können, und dann soll man sie auch noch verstehen … Die Deklaration ist der Teil der des beschreibenden Textes, der so klein geschrieben ist, dass in unserem örtlichen Supermarkt inzwischen als Hilfe Lupen an den Wagen angebracht sind. Weiterlesen

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Gesucht: gutes Futter für den Hund (Teil 1)

Da stand ich wieder einmal in meinem örtlichen Hundefutterladen …  und staunte. Über die Regalreihen mit Hundefutter, gefühlt ungefähr zwanzig Meter lang. Säckeweise, fast tonnenweise Futter, und natürlich nur das allerbeste, das der Mensch erfinden kann. Alles, damit es unserer Fellnase gut geht, damit sie gesund bleibt, von Welpentagen an bis in das Seniorenalter. Alles wissenschaftlich geprüft und entwickelt (wissenschaftlich klingt immer gut …)

Da stand ich also – und dachte, wenn das alles das beste ist, was unterscheidet diese (Trocken-)Hundefutter eigentlich? Weiterlesen

Dicke Hunde

40% der Hunde in Europa sollen zu dick sein. Eine erschreckende Zahl, die Nippers da veröffentlicht (http://www.nippers.de/2011/12/der-fettleibige/). Denn diese Hunde sollen so dick sein, dass sie dadurch Schäden erleiden. So dick, dass man von Fettsucht reden muss.

Ein Hund wird nicht fett geboren, und er kann nicht selbst den Kühlschrank öffnen. Ein Hund wird fett gefüttert. Er versteht nicht, dass das Zuviel an Kalorien schädlich für ihn ist. Dass Fettsucht zu Diabetes führen kann, zu Schmerzen in Gelenken, im Rücken, die er bei jedem einzelnen Schritt spüren wird. Dass er unter Atemnot leiden wird, wenn er zu fett wird, und dann nicht mehr mit anderen Hunden spielen kann. Dass, mit anderen Worten, seine Lebensqualität vor die Hunde geht.

Ich bin absolut für Leckerchen. Sie machen vieles leichter, sie helfen bei der Erziehung und sie machen Spass. Aber die schädlichen Folgen, unter denen ein fetter Hund leiden muss, sind Schmerzen in Sehnen, Muskeln und Gelenken, Atemnot, Herzschwäche und Überhitzung.

Wer keine Luft bekommt, weiß, wie erschreckend Atemnot sein kann. Hunde schwitzen nicht. Sie hecheln. Ein fetter Hund kann seine Körpertemperatur nicht mehr effektiv regulieren.

Ein Hund versteht das nicht, dass Fettsucht ihm schadet. Der Mensch, mit dem er zusammenlebt, sollte es besser wissen.

Leckerchen

Leckerchen … ich mag Leckerchen. Ich selbst mag sie, und meine Hunde liebten und lieben sie. Heiß und fettig … oder fleischig, oder mit Käsegeschmack, oder mit Wurstgeschmack, oder – die Liste der großartigen Leckerchen ist vermutlich unendlich lang. Heute hat das kleine Tier mir sogar meine Schokolade geklaut.

Leckerchen helfen beim Lernen. Sie helfen bei der Erziehung, wenn man so will. Hund denkt nun einmal pragmatisch. Es muss ihnen nützen, und am besten sofort. Und weil es mit Bargeld auf der Pfote als Anreiz nicht recht klappt, ist das Leckerchen die gern genommene Belohnung für etwas, was Hund nur Mensch zuliebe tut – zum Beispiel das weggeworfene Käsebrot, das in den Büschen verschimmelt, wieder ausspucken. Oder am Straßenrand warten. Oder gesittet sitzenbleiben, anstatt den Enten hinterherzurennen.. Oder, oder, oder …

Hunde lieben Leckerchen. Aber Leckerchen haben Energie. Kalorien, will man es verständlich ausdrücken – was meist nicht im Sinne der Hersteller dieser Leckerchen ist. Aber Kalorien sind nun mal drin in dem Ding, und deshalb mögen Hunde es auch so gerne.

Aber der Hund ist doch über Winter zu dick geworden. Leckerchen, wenn überhaupt, dann kommen nur die teuren, fettfreien in Frage … oder etwa nicht? Noch einmal zur Energie im Futter. Bei den fettfreien Leckerchen stecken die Kalorien im Zucker (Stärke, die Speicherform der Pflanzen für Zucker). Und wenn Zucker – in welcher Form auch immer – Bestandteil einer artgerechten Ernährung ist, würden die Hunde vermutlich Getreide am Feldrand fressen und Gas und Blätter lieben.

In Laborversuchen mit Ratten hat man immer feststellen müssen, dass kalorienreduzierte Nahrung erstaunlicherweise  dazu führt, dass die Versuchstiere fett werden. Man lasse es sich auf der Zunge zergehen …