Der Hund, den man braucht …

Irgendwo hieß es, man bekommt den Hund, den man braucht. Nicht den, den man haben will. Zur Erprobung dieser Theorie ist vor 14 Tagen unser neuer Mitbewohner eingezogen … ein junger Englischer Setter, Red Belton, denn einen schwarz-weißen Hund haben wir ja schon und etwas Abwechlung ist ja immer schön. Macht sich auch auf den Fotos besser, und nur schwarze und weiße Haare auf den Kleidern zu haben ist doch langweilig. Also, ein Rot-weiß gefleckter Hund mit seidigen langen Haaren. Weiterlesen

Dominanz bei Pferden, mal wieder …

Immer noch geistert der Begriff „Dominanz“ umher. Der Mensch muss dominant sein, gegenüber seinem Hund, seinem Pferd. Wenn er das ist, sind alle Probleme im Umgang mit Pferden zu lösen. Auch so konkrete Dinge wie Verladeschwierigkeiten oder meine Brückenphobie. Das sagte die Trainerin.

Und es ist meine Brückenphobie, nicht die von Stütchen. Stütchen fängt nur an zu passagieren, weil sie mir glaubt. Weil ich ihr mitteile, dass es gefährlich ist. Sie versteht das zwar nicht, denn sie findet es eigentlich nicht gefährlich. Wie mir da Im-Kreis-Scheuchen helfen sollte, um leichter über die Autobahnbrücke zu kommen, verstehe ich überhaupt nicht.

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The Magical Quick-Fix for Every Problematic Horse Behaviour!

Die „Suche nach dem Magischer-Neustart-Knopf“.

Das ist leider das, was ich derzeit bei uns im Stall erlebe.

Pferdetraining beginnt am Boden, beim ersten Kontakt und dem ersten Umgang. All die kleinen Fehler, die zu großen Problemen führen. Selbstverständlich hat auch ein Pferd einen schlechten Tag und darf den haben, sonst wäre es eine Maschine. Und der Mensch kann leider auch nicht immer so, wie er sollte.

Training – lieber sage ich Umgang – beginnt am Boden. All die kleinen Fehler, die zu großen Schwierigkeiten führen können, die man täglich machen kann. Training braucht Zeit – oder auch nicht, weil es jedesmal stattfindet, bei jedem Kontakt, ständig.

Pferde lernen ständig, und viel schneller als Mensch das manchmal will. Manchmal ist das ein Problem. Manchmal bügeln sie großzügig unsere Fehler für uns aus. Und manchmal sind sie einfach nur großartig.

Bee and the Horse

Silly headline, I know.

But sometimes it seems to me that this is exactly what many horse owners are looking for. This one magical advise, a horsemanship trick that works for every problem.

I’m afraid the exact opposite is the case. Educating a horse, or fixing problems, takes a lot of time and is a step by step procedure. Lots of horse owners don’t have much time to spend with their horses. They have a demanding job, a family, other hobbies. Not everyone can drive to the stable every day or five times a week. This by itself is not even the problem. When we come to the stable after work, we’re maybe a bit stressed and just want to have a good time with our horses. Quickly throw on the saddle and have a good ride. Any behavioural problems that might come up are either ignored or dealt with quite harshly when…

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„Dominanz-Training“ im Umgang mit Pferden

Nachdem ich einem Dominanz-Training beim Pferd zusehen konnte – es ging zunächst ums Führen, und das Pferd ist wirklich schwierig – habe ich ungefähr drei Wochen über das nachgedacht, was eigentlich dabei abgelaufen ist. (Genauer gesagt: ich habe drei Tage nachgedacht und drei Wochen gebraucht, es mir aus dem Kopf zu schreiben.)

Wenn man es auf die Lerntheorie zurückführt, wurde mit Druck gearbeitet: also mit etwas, das für das Pferd unangenehm war. „Falsches“ Verhalten wie „falschherum Wenden“ wurde bestraft, richtiges Verhalten mit dem Nachlassen des Druckes belohnt. Bestrafung und negative Verstärkung, mit gutem Timing angewendet, erklärt mit der Dominanztheorie. „Der Mensch muss dominant sein …“

Im Endeffekt bin ich für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass dieses Pferd vermutlich nie wieder von dem sicheren Ort hinter der Trainerin an ihr vorbei laufen wird. Ob er ebenso hinter den anderen Menschen, die ihn von der Weide hereinholen müssen, ob er da ebenso diesen Abstand hält – da hab ich meine Zweifel.

Ob er Freude an seinem Training hatte? Ganz definitiv nicht.

Ob er versteht, warum sich das Verhalten der Menschen, die sich um ihn kümmern, so radikal verändert hat? Dass sie ihn immer zurückscheuchen und schlagen, wenn er sich mit seinen längeren Beinen ihrem Tempo nur schwer anpassen kann? Immerhin ist er fast 30 Jahre alt.

Ob er sich auf die weiteren Trainingseinheiten freuen wird? Ob er gerne an den Ort der Übungen zurückkehrt? Ich bezweifele es. Weiterlesen

Maienzeit – Hundezeit?

Immer noch HAARE!

Haarende Hunde, haarende Katzen, und die Pferde sind mit dem Fellwechsel auch noch nicht ganz „durch“. Dabei tanzen abends die Mücken längst schon wieder in kleinen Schwärmen, und die Jungvögel aus unserem Nest im Hof sind schon vor 14 Tagen ausgeflogen (sogar der letzte, der Angsthase, der sich als einziger zurück in das Nest gerettet hatte und da noch eine Nacht länger geblieben ist) … aber eben HAARE! Weiterlesen

Alles Dominanz?

Dominanz ist – sowohl im Hunde- als auch im Pferdeverhalten – in aller Munde. Oft gilt die mangelnde Dominanz des Halter bzw. das „viel zu dominante Verhalten“  seines Problem-Tieres als Ursache für jedes unerwünschte Tun des Vierbeiners.

Ungewünschtes Verhalten in den unterschiedlichsten Situationen beim Hund oder Pferd: Beim Hund fängt das an mit Leinenaggression gegen andere Hunde, geht über Hunde, die sich verstecken und ihren Rückzugsort verteidigen möchten bis hin zu Jagen und Hetzen. Aber auch bei Pferden gilt die „mangelnde Dominanz“ ihres Menschen als Ursache der meisten oder sogar aller Probleme … Weiterlesen