Gutes Futter für den Hund (Teil 2)

Die Deklaration einer Dose Hundefutter oder eines Sacks Trockenfutter für den Hund sagt, was tatsächlich hinter den bunten Bildern auf der Vorderseite  steckt. Man braucht Adleraugen, um die Deklaration zu finden, Adleraugen, um sie lesen zu können, und dann soll man sie auch noch verstehen … Die Deklaration ist der Teil der des beschreibenden Textes, der so klein geschrieben ist, dass in unserem örtlichen Supermarkt inzwischen als Hilfe Lupen an den Wagen angebracht sind.

Nicht nur beim Hundefutter ist die Deklaration ohne Lupe ab einem gewissen Alter kaum lesbar (ein Schelm, wer Böses dabei denkt ;-)))) Es sind allerdings auch die selben Hersteller, die zum Beispiel Chips für Menschen machen und, eben, das Hundefutter (Mars, Nestlè, Procter&Gamble, …).

Wen man sich überlegt, wie man ein gutes Futter für einen Hund erkennen kann, lautet die erste Frage: Was ist ein Hund?

  • Die übliche Antwort ist: der Hund stammt vom Wolf ab. Irgendwann, vor zehntausend Jahren oder auch schon sehr viel früher, haben sich die Wege von Mensch und Hund so eng verbunden, das heute der „Beste Freund des Menschen“ uns täglich begleitet. Es gibt sogar Wissenschaftler, die in der Domestikation des Hundes den entscheidenden Vorteil vermuten, der zum Überleben des Homo Sapiens führte … (siehe auch hier: Dogtales, oder hier: Animal-Learn-Verlag, als pdf)
  • Und: der Hund ist ein Fleischfresser. Seine Beute sind – wenn ein Hund in Deutschland selbstständig jagen und Beute machen dürfte – Mäuse, Federvieh in Hühnergröße etwa und größer, Kaninchen, Hasen, und so weiter. Und Hunde würden diese Beutetiere vermutlich restlos auffressen.

Ich habe noch keinen Hund gesehen, der am Feldrand Getreide gejagt hat und die Ähren gerissen hat. Und die Versuche meiner beiden Hunde, im Frühjahr Gras zu fressen, sind kläglich anzusehen. Wenn ich ihnen nicht einige Halme pflücken würde, würden sie nie etwas zustande bringen. Pflanzenfresser sind Hunde wirklich nicht.

Hunde haben Fleischfresserzähne, die Fleisch zerreißen sollen (das klingt nicht so schön, wenn man sich den eigenen Bello ansieht, ist aber nicht zu ändern). Hunde haben einen kurzen Fleischfresserdarm, der etwa 7  länger ist als der Körper. Der Darm eines Pflanzenfressers ist viel länger, denn Pflanzen und Pflanzenbestandteile sind viel schwieriger zu verdauen. Der Darm eines Pferde erreicht mit 40-60 m etwa 20-mal die Körperlänge.

Hunde sind von der Evolution auf eine Nahrung eingestellt, die hochwertig und  leicht verdaulich ist. Wie es Fleisch ist. Sie möchten Kauen, zumindest wenn der Napf leer ist. Sie nagen Knochen ab, und brauchen dann auch keine speziellen Kauleckerchen zur Zahnpflege.

Aber Fleisch ist teuer. Und Hundefutter ist recht billig, relativ jedenfalls. Es hat, vor allem Trockenfutter, aber auch keine Ähnlichkeit mehr mit Fleisch. Trockenfutter von einem beliebigen Hersteller sind braune Kügelchen, die auf Wasser schwimmen – das habe ich bei Fleisch noch nie erlebt. Die wenigen „Kaltgepressten Futter“ sind eine rühmliche Ausnahme.

Wenn Hunde Fleischfresser sind, wieso ist der Anteil an Getreide in ihrem Futter so hoch?

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