Gesucht: gutes Futter für den Hund (Teil 1)

Da stand ich wieder einmal in meinem örtlichen Hundefutterladen …  und staunte. Über die Regalreihen mit Hundefutter, gefühlt ungefähr zwanzig Meter lang. Säckeweise, fast tonnenweise Futter, und natürlich nur das allerbeste, das der Mensch erfinden kann. Alles, damit es unserer Fellnase gut geht, damit sie gesund bleibt, von Welpentagen an bis in das Seniorenalter. Alles wissenschaftlich geprüft und entwickelt (wissenschaftlich klingt immer gut …)

Da stand ich also – und dachte, wenn das alles das beste ist, was unterscheidet diese (Trocken-)Hundefutter eigentlich?

  • Der Preis, selbstverständlich. Der Preis von Hundefutter reicht von billig bis, nun ja,verblüffend. (Aber der Preis ist zwar nicht ganz Nebensache, denn Hunde in Deutschland sind ein Milliardengeschäft. Um ein Futter von einem anderem zu unterscheiden, ist der Preis aber eigentlich nicht entscheidend. Der Preis kann verstanden werden als Hinweis auf die Qualität der Inhaltsstoffe – ja, das kann (!!) sein. Und nicht zu vergessen, der Preis eines Futters dient auch als Hinweis darauf, was der Hund monatlich so kostet. Da kommen dann auch nach andere Kosten dazu, Versicherung, Gesundheit, Ausbildung/Training, ..)
  • Die Verpackung. Hundefutter – Trockenfutter für Hunde gibt es in Plastiksäcken, in Papiersäcken {oder papierähnlichen Säcken) und in Kartons. (Auch die Verpackung ist eigentlich unwichtig für die Entscheidung, was ich nachher kaufe.)
  • Die Farbe der Marke und das „Corporate Design“. Da gibt es alle möglichen Farben, Logos, Bilder … um die Marke erkennbar zu machen. (Eigentlich auch Nebensache.)
  • Die Werbung für ein Futter und die Marke dahinter. Einige senden lange Spots zur besten Sendezeit (auch unwichtig. Unterstützt aber zumindest die Werbeindustrie, das Fernsehen oder Zeitungen, …) Andere Hersteller oder bestimmte Marken eines Herstellers setzen auf spezielle Vermittler als Verkäufer ihres Futters.
  • Das Foto. Da gibt es  – auf den endlosen Regalreihen der Futtersäcke und -kartons – ein Foto von mehr oder weniger jeder Rasse. Meistens sind es großartige Fotos von wunderbaren Hunden im voller Aktion (- was mit der Wirklichkeit in Deutschland, was die meisten Hunde angeht, irgendwie nicht zusammenpasst …)
  • Der Hersteller. Erstaunlicherweise sind es eigentlich nur vier Hersteller, die den Markt mit ihren Marken dominieren. Den Hersteller findet man in recht kleiner Schrift irgendwo weit, weit unten (auch das ist mein subjektiver Eindruck). Da stammen so extrem unterschiedlichen Marken wie Frolic, Schappi, Pal und Royal Canin vom selben Hersteller, nämlich Mars. Mars wiederum ist ein Konzern, den ich eher mit, nun ja Mars verbinde, den Schokoriegeln, die ich zwar mag, aber nicht für einen notwendigen Bestandteil einer gesunden Ernährung halte …Nestlé, einer der weltweit größten Nahrungsmittelkonzerne, stellt zum Beispiel die Marken Frieskies und Purina her . (siehe auch hier)
  • Der Inhalt? Das ist doch das einzig richtig wichtige …

Wenn man in die Säcke hineinsieht, findet man meist braune Kügelchen, manche kleiner, andere größer. Braun, etwas fettig, die nicht richtig lecker riechen und – irgendwie wieder völlig gleich sind. Einige in Knochen- oder Herzchenform, andere eher rund, oder eckig …

Es hilft also nur die Deklaration, die einzelnen Hundefutter zu unterscheiden. Und die ist nicht eben hilfreich …

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